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1.

Ich hörte einen dumpfen Schlag und ein undefinierbares Knirschen, als der Fahrradfahrer gegen den Schulbus fuhr und diesen damit zu einer Vollbremsung zwang. Wir wurden durch die Gegend geschleudert, knallten gegen die Wände und fielen auf den harten Boden.
Der Bus kam zum Stehen. An der Frontscheibe klebte Blut. Es lief langsam und zäh das Glas hinab, bis die automatischen Scheibenwischer es wegwischten. Wir stöhnten, einige weinten leise. Auf mir lag ein Mädchen, das ich noch nie zuvor gesehen hatte. Sie war bewusstlos und blutete an der Schläfe. Vorsichtig schob ich sie von meinem Oberkörper. Ich zwang mich aufzustehen und das fremde Mädchen hochzuheben. Sie war nicht besonders schwer und ich hatte keine Mühe dabei, sie aus dem Bus zu tragen. Ich legte sie unter einen Baum auf einer nahegelegenen Wiese. Dann bettete ich ihren Kopf vorsichtig in den Schatten und schaute sie an. Das Mädchen war unbeschreiblich schön. Sie hatte volle rote Lippen, eine kleine Stupsnase und vereinzelte Sommersprossen. Ich suchte in meinen Taschen und fand ein Taschentuch, womit ich ihr das Blut von der Stirn tupfte. Ich strich ihr ein paar Strähnen des kastanienfarbenen Haares aus dem Gesicht. Sie rochen auffallend gut. Es hatte sich bereits eine kleine Beule an der Schläfe des Mädchens gebildet und die Haut färbte sich bläulich.
Hinter mir hörte ich Stimmen. Ich drehte mich um und sah, dass alle Jugendlichen aus dem Bus gestiegen waren. Jemand hatte bereits einen Krankenwagen gerufen, doch für den Radfahrer kam alle Hilfe zu spät. Die Sanitäter beförderten die Leiche auf einer Trage in den Wagen und kümmerten sich dann um die Schüler. Zwei Polizeiautos hielten an und sperrten den Bereich ab. Dann nahmen sie die Daten aller Schüler auf. Langsam stand ich auf, zitternd am ganzen Körper. Ich ging zu einem der Ärzte und meldete ihm, dass unter dem Baum ein bewusstloses Mädchen liegen würde. Er testete mich auf eine Gehirnerschütterung und ich drängte ihn, sich um das fremde Mädchen zu kümmern. Mein Herz pochte und ich hatte Schuldgefühle, weil ich sie so lange allein gelassen hatte. Als wir bei ihr angekommen waren, fiel mir auf, dass sie keine Schultasche bei sich trug. Ich schaute zum Bus und sah, dass er offen stand. Schnell rannte ich zu ihm und wollte gerade einsteigen, als mich ein Polizist zurückhielt.
„Was willst du denn da drin? Und hast du schon deine Daten von uns notieren lassen?“
„Mitch Scott heiße ich und ich suche einen Rucksack. Der muss da noch drin liegen.“
Er fragte mich noch nach meinem Wohnort und meiner Handynummer, dann ließ er mich in den Bus. Ganz hinten lag ein schwarz-brauner Rucksack. Da ich keinen anderen entdecken konnte, nahm ich an, er gehöre ihr. Ich nahm ihn und ging wieder zurück zur Wiese. Ich schwitzte. Es war ein heißer Sommer in Florida und obwohl ich nur ein
T-Shirt und eine kurze Hose trug, liefen mir die Schweißperlen über das Gesicht.
Als ich am Baum angekommen war, merkte ich, dass das Mädchen aufgewacht war. Sie schaute mich mit großen blauen Augen an. Schüchtern legte ich den Rucksack ab und fragte: „Ist das deiner?“
28.2.14 16:01


1.

Ich hörte einen dumpfen Schlag und ein undefinierbares Knirschen, als der Fahrradfahrer gegen den Schulbus fuhr und diesen damit zu einer Vollbremsung zwang. Wir wurden durch die Gegend geschleudert, knallten gegen die Wände und fielen auf den harten Boden.
Der Bus kam zum Stehen. An der Frontscheibe klebte Blut. Es lief langsam und zäh das Glas hinab, bis die automatischen Scheibenwischer es wegwischten. Wir stöhnten, einige weinten leise. Auf mir lag ein Mädchen, das ich noch nie zuvor gesehen hatte. Sie war bewusstlos und blutete an der Schläfe. Vorsichtig schob ich sie von meinem Oberkörper. Ich zwang mich aufzustehen und das fremde Mädchen hochzuheben. Sie war nicht besonders schwer und ich hatte keine Mühe dabei, sie aus dem Bus zu tragen. Ich legte sie unter einen Baum auf einer nahegelegenen Wiese. Dann bettete ich ihren Kopf vorsichtig in den Schatten und schaute sie an. Das Mädchen war unbeschreiblich schön. Sie hatte volle rote Lippen, eine kleine Stupsnase und vereinzelte Sommersprossen. Ich suchte in meinen Taschen und fand ein Taschentuch, womit ich ihr das Blut von der Stirn tupfte. Ich strich ihr ein paar Strähnen des kastanienfarbenen Haares aus dem Gesicht. Sie rochen auffallend gut. Es hatte sich bereits eine kleine Beule an der Schläfe des Mädchens gebildet und die Haut färbte sich bläulich.
Hinter mir hörte ich Stimmen. Ich drehte mich um und sah, dass alle Jugendlichen aus dem Bus gestiegen waren. Jemand hatte bereits einen Krankenwagen gerufen, doch für den Radfahrer kam alle Hilfe zu spät. Die Sanitäter beförderten die Leiche auf einer Trage in den Wagen und kümmerten sich dann um die Schüler. Zwei Polizeiautos hielten an und sperrten den Bereich ab. Dann nahmen sie die Daten aller Schüler auf. Langsam stand ich auf, zitternd am ganzen Körper. Ich ging zu einem der Ärzte und meldete ihm, dass unter dem Baum ein bewusstloses Mädchen liegen würde. Er testete mich auf eine Gehirnerschütterung und ich drängte ihn, sich um das fremde Mädchen zu kümmern. Mein Herz pochte und ich hatte Schuldgefühle, weil ich sie so lange allein gelassen hatte. Als wir bei ihr angekommen waren, fiel mir auf, dass sie keine Schultasche bei sich trug. Ich schaute zum Bus und sah, dass er offen stand. Schnell rannte ich zu ihm und wollte gerade einsteigen, als mich ein Polizist zurückhielt.
„Was willst du denn da drin? Und hast du schon deine Daten von uns notieren lassen?“
„Mitch Scott heiße ich und ich suche einen Rucksack. Der muss da noch drin liegen.“
Er fragte mich noch nach meinem Wohnort und meiner Handynummer, dann ließ er mich in den Bus. Ganz hinten lag ein schwarz-brauner Rucksack. Da ich keinen anderen entdecken konnte, nahm ich an, er gehöre ihr. Ich nahm ihn und ging wieder zurück zur Wiese. Ich schwitzte. Es war ein heißer Sommer in Florida und obwohl ich nur ein
T-Shirt und eine kurze Hose trug, liefen mir die Schweißperlen über das Gesicht.
Als ich am Baum angekommen war, merkte ich, dass das Mädchen aufgewacht war. Sie schaute mich mit großen blauen Augen an. Schüchtern legte ich den Rucksack ab und fragte: „Ist das deiner?“
28.2.14 16:01





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